WordPress: Das CMS, das eigentlich keines war

WordPress: Das CMS, das eigentlich keines war

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Funktionales WordPress-CMS

So gestalten Sie das WordPress-CMS funktional

Ursprünglich war die Open-Source-Software WordPress als CMS in erster Linie auf Blogs zugeschnitten, doch auch für kleinere und mittlere Firmen-Websites kann sie inzwischen mit Konkurrenzprodukten wie Joomla oder Typo3 mithalten. Mittlerweile gestalten immer mehr Unternehmen ihre Websites mit WordPress. Neben den Features, die ein klassischer Blog benötigt, bietet WordPress auch Firmen viele Gestaltungsmöglichkeiten. Dafür stehen verschiedene Plug-ins und Themes zur Verfügung, mit denen Sie Ihre Website individuell anpassen können, und von denen viele – wie WordPress selbst – sogar kostenlos sind. Zudem gibt es auch in den Einstellungen einige Handgriffe, mit denen Sie die Usability von WordPress als CMS noch einmal optimieren können.


WordPress als CMS: Anpassungen für das Backend

Zunächst sollten Sie gewährleisten, dass die Handhabung für Sie und Ihre Mitarbeiter möglichst strukturiert und übersichtlich ist. Dafür können Sie mit einigen wenigen Klicks die entsprechenden Anpassungen im Backend, also der Eingabe- und Administrationsoberfläche, vornehmen. Wenn Sie die Software heruntergeladen, installiert und sich registriert haben, sind Sie automatisch Administrator der Website und haben uneingeschränkten Zugriff auf alle Funktionen.

Die Nutzerverwaltung

Als Administrator können Sie im Reiter „Benutzer“ unter „Neu hinzufügen“ beliebig viele neue Benutzer anlegen und ihnen bestimmte Rollen zuweisen.

Neuen Benutzer hinzufügen bei WordPress
Nutzen Sie WordPress als CMS, benötigen Sie womöglich mehrere Benutzer

Es gibt dabei unterschiedliche Hierarchiestufen:

  • Der Abonnent ist vor allem bei Blogs wichtig, er verfolgt lediglich die Beiträge und darf diese kommentieren.
  • Die nächste Stufe ist der Mitarbeiter, der Artikel verfassen, jedoch keine Inhalte veröffentlichen darf.
  • Autoren können Artikel erstellen und veröffentlichen, Fotos und Videos hochladen sowie Kommentare zu eigenen Beiträgen freischalten.
  • Der Redakteur steht nur eine Stufe unter dem Admin. Er kann eigene und fremde Beiträge ändern und löschen, feste Seiten erstellen und bearbeiten, Kategorien und Schlagwörter anlegen und andere Nutzer verwalten, sofern es sich nicht um einen Administrator handelt.
  • Es kann auch mehrere Administratoren geben – aber Sie sollten sich gut überlegen, wen Sie mit allumfassenden Nutzerrechten ausstatten.

Das Plug-In „User Role Editor“ kann bei der Nutzerverwaltung hilfreich sein: Mithilfe dieses Plug-ins können Sie einzelnen Mitarbeitern ganz spezifische Rechte und Aufgaben zuteilen und sich so über die von WordPress vorgegebene Hierarchie hinwegsetzen.

Seitenstruktur mit Plug-in verwalten

Hilfreich für die strukturierte Arbeit im Backend sind weitere Plug-ins wie das „CMS Page Order“-Tool, das Ihnen erlaubt, Ihre Seiten in WordPress per Drag and Drop in einer geordneten Baumansicht zu strukturieren. So können alle Mitarbeiter auf Anhieb Hauptkategorien von untergeordneten Seiten und Artikeln unterscheiden. Auf- und einklappbare Äste sorgen für Übersichtlichkeit beim Anlegen und Editieren von Seiten und Beiträgen.


Das Frontend gestalten – so geht’s

Um das Frontend von WordPress CMS-tauglich zu machen und seinen Blog-Charakter in den Hintergrund zu rücken, gibt es ebenfalls einige Kniffe. Beim gelungenen Internetauftritt eines Unternehmens stehen vor allem die statischen Inhalte im Mittelpunkt, die Ihr Know-how ins rechte Licht rücken. Daher sollten Sie sich schon beim Anlegen neuer Inhalte die Frage stellen, ob Sie den Text als Beitrag oder als Seite anlegen wollen. Während Beiträge einen News-Charakter mit aktuellem Bezug haben sollten, sind Seiten das richtige Medium für allgemeingültige Aussagen.

Eine Startseite bei WordPress bestimmen
Eine statische Startseite ist die Visitenkarte Ihrer Website

Eine aussagekräftige Startseite ist ebenfalls von zentraler Bedeutung: Es sollte nicht einfach der zuletzt veröffentlichte Beitrag erscheinen, sondern eine informative und ansprechende Visitenkarte, die den Besucher zum Weiterlesen anregt. Eine feste Startseite legen Sie in WordPress unter den Reitern „Einstellungen“ und „Lesen“ fest. Mithilfe bestimmter Themes können Sie Ihre Startseite grafisch individueller gestalten. Achten Sie darauf, dass wichtige Menüpunkte und Widgets intuitiv anwählbar sind. Bei Widgets handelt es sich um grafische Bedienelemente der Benutzeroberfläche. Eine Sidebar zusätzlich zum Top-Menü ist ebenfalls sinnvoll. Egal welche Anforderungen Sie an WordPress stellen: Mit passenden Plug-ins können Sie Ihre Site zum Beispiel zu einem Onlineshop oder einem sozialen Netzwerk umgestalten. Auch viele Themes bringen von vornherein nützliche Funktionen mit, die sich für Ihre Zwecke eignen. Sie müssen lediglich ein wenig Zeit investieren, um die passende Option für Ihre Site ausfindig zu machen.


Modifikationen für Sicherheit und SEO

Damit Ihre Seite von Google besser indexiert wird, sollten Sie auf Permalinks setzen: Sie machen Ihre Inhalte unter dieser URL dauerhaft verfügbar, auch wenn sich im Laufe der Zeit die Internetadresse oder die Seite selbst ändern. Zudem sind sprechende Links, also URLs, die aus lesbaren Wörtern statt aus Zahlen und technischen Codes bestehen, aus Suchmaschinensicht enorm wichtig – wie sie sich zusammensetzen, können Sie ebenfalls im CMS WordPress einstellen: Unter „Einstellungen“ und „Permalinks“ sind verschiedene Optionen anwählbar. Empfehlenswert ist hier, sich auf den Beitragsnamen zu beschränken.

Noch wichtiger als bei einem privaten Blog ist eine Backup-Lösung, wenn Sie WordPress als CMS nutzen möchten. Entweder Sie installieren eines der erhältlichen Plug-ins, die regelmäßig Sicherungskopien Ihrer Site erstellen, oder Sie entscheiden sich für einen Hosting-Anbieter wie STRATO, der sich für Sie um Back-ups und die Sicherheit Ihrer Site kümmert.

Benutzerdefinierte URL-Strukturen bei WordPress-Permalinks
Sprechende Permalinks helfen Google beim Indexieren

Das WordPress-CMS – ein Fazit

Der einfache Aufbau und das hohe Maß an Flexibilität sind die zentralen Pluspunkte, die das CMS WordPress Unternehmen zu bieten hat. Bezüglich der Handhabung erklärt sich vieles von selbst, was auch den Kollegen die Arbeit erleichtert, die wenig oder keine Erfahrung mit Content-Management-Systemen haben. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Software kostenlos erhältlich ist – gerade für Start-ups spielt dieser Faktor eine wesentliche Rolle. Themes und Plug-ins optimieren die WordPress-Site sogar branchenspezifisch um E-Commerce-Komponenten oder Community-Foren. Für kleine und mittelständische Unternehmen eignet sich WordPress gut als CMS, da sich damit zeitliche und finanzielle Ressourcen sparen lassen. Allerdings erfordert es technisches Verständnis und einiges an Zeit, die Site angesichts der ständigen Neuerungen aktuell zu halten. Die große WordPress Community steht Ihnen zwar mit Tutorials zu WordPress als CMS hilfreich zur Seite. Trotzdem kann es eine Herausforderung sein, in der Vielzahl an verschiedenen Themes ein individuelles Design zu finden, das die eigene Site von der Konkurrenz abhebt. Daher setzen große Firmen oftmals eher auf eigens programmierte Templates, die noch präziser auf die Bedürfnisse des Online-Auftritts zugeschnitten sind.


WordPress als CMS für Firmen – eine Checkliste

  • Falls mehrere Mitarbeiter Zugriff benötigen: Legen Sie mehrere Benutzer an und weisen Sie ihnen entsprechende Berechtigungen zu.
  • Legen Sie wichtige Inhalte immer als statische Seite an – Beiträge haben dagegen News-Charakter.
  • Bestimmten Sie im Menüpunkt „Permalinks“, dass sich Ihre sprechenden URLs immer aus dem Seiten- oder Beitragstitel generieren.
  • Entscheiden Sie sich für eine aussagekräftige Startseite.
  • Installieren Sie Plug-ins und Themes, die Ihnen die Handhabung von WordPress erleichtern und Ihre Site leserfreundlicher machen.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihre Daten regelmäßig gesichert werden.

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